SchulKinoWoche 2017

vom 20.11. - 24.11.17


Das Sams

Amelie rennt

Mein Leben als Zucchini

Snowden

Tschick

Willkommen bei den Hartmanns

Nicht ohne uns!

 

Das Sams

Der verklemmte Regenschirmkonstrukteur Herr Taschenbier (Ulrich Noethen) duckt sich mehr schlecht als recht durchs Leben. Zum einen ist Herr Taschenbier ein ziemlicher Tollpatsch und eckt überall an. Zum anderen hat er ständig Ärger mit seinem Chef oder der Vermieterin. Und als wäre das nicht genug, fällt ihm eines Tages auch noch ein rüsselnasiger, rothaariger, verfressener, vorlauter Troll (Christine Urspruch) vor die Füße – und will Herr Taschenbier partout nicht in Ruhe lassen. Mit frechen Sprüchen, Streichen und Wünschen, die das Fantasiewesen zu erfüllen verspricht, wirbelt das Sams den Alltag des harmlosen Regenschirmkonstrukteurs durcheinander.

Doch aus der anfänglichen Belastung wird mit der Zeit eine echte Bereicherung. Als der ungebetene Gast dem schüchternen Herrn Taschenbier ein paar Ratschläge zur Lebenshilfe gibt, nimmt das Leben und vor allem Taschenbiers Beziehung zu der angebeteten Frau März (Aglaia Szyszkowitz) eine unerwartet positive Wende. Voll neuen Mutes besänftigt er seine Vermieterin, rächt sich an seinem Nachbarn und verliebt sich in seine hübsche Kollegin. Doch dem eifersüchtigen Sams gefällt es gar nicht gut, dass sein neuer Freund sich verliebt. Als der letzte Wunsch “verbraucht” ist und Taschenbiers Leben damit schwerer wird als zuvor, passiert ein folgenschweres Missgeschick…


Mein Leben als Zucchini

Sie sehen so niedlich und unschuldig aus, mit ihren großen Augen und den selbstgestrickten Anziehsachen und doch haben die Kinder in Claude Barras’ Stop-Motion-Film erschütternde Erfahrungen mit Vernachlässigung und Missbrauch gemacht. Die Hauptfigur mit dem Spitznamen Zucchini ist neun Jahre alt, als seine alkoholkranke Mutter, die ihn immer geschlagen und missachtet hat, bei einer weiteren Attacke auf ihn, plötzlich stirbt. Er freundet sich mit dem Polizisten Raymond (Michel Vuillermoz) an, der ihn in ein Kinderheim verfrachtet, wo er sich ein neues Leben und ein neues Zuhause aufbauen soll. Dort lernt er andere Kinder kennen, die wie er kein geordnetes Elternhaus haben und der Verwahrlosung anheim gefallen sind. Sie haben Schweres schon in jungen Jahren erlitten und so sind sie auch nicht immer einfach im Umgang. Zucchini wird von Simon (Paulin Jaccoud) anfangs stark verspottet und in das Mädchen Camille (Sixtine Murat) verliebt er sich, als sie neu ins Heim kommt. Bei allen Querelen teilen die Kinder aber die Erfahrung, nicht geliebt zu werden und versuchen gemeinsam sich einen Platz im Leben, mit Freunden und Familie einzurichten.


Amelie rennt

Amelie (Mia Kasalo) leidet an Asthma, seitdem sie sich erinnern kann. Die 13-jährige Großstadtgöre steht deshalb mit dem Leben auf Kriegsfuß. Nur wenn sie flucht, hat sie das Gefühl, noch atmen zu können. Denn durch die Krankheit fallen ihr auch leichte Alltagsaufgaben schwer. Als sie nach einem schweren Asthmaanfall von ihren Eltern (Susanne Bormann und Denis Moschitto) in eine Reha-Klinik in Südtirol gebracht wird, fühlt sich Amelie verraten – kurzentschlossen nimmt sie Reißaus.

Weil Amelie nicht weiß, wo sie hin soll, läuft sie einfach den Berg hinauf. Dabei trifft sie den rätselhaften Bart (Samuel Girardi). Der Junge ist das Gegenteil von Amelie, optimistisch und selbstsicher greift er der Ausreißerin unter die Arme und begleitet sie auf dem steilen Weg hinauf. Umgeben von der beeindruckenden Landschaft lernt Amelie, dass Freundschaft tatsächlich Berge versetzen kann. Und dass es vielleicht doch einen Weg gibt, ihr Leben trotz der Krankheit zu genießen.


Snowden

Im Zeitraum vom 1. – 6. Juni 2013 gab der Whistleblower und ehemalige NSA-Mitarbeiter Edward Snowden (Joseph Gordon-Levitt) in einem Hotelzimmer in Hong Kong an die Reporter des Guardians Glenn Greenwald (Zachary Quinto) sowie an die Dokumentarfilmerin Laura Poitras (Melissa Leo) alle nötigen Details über die darauf folgende NSA-Affäre. Snowden gelang es, über Millionen Dokumente von den Servern der NSA zu entwenden und die streng vertraulichen Informationen über den systematischen Überwachungsskandal von Konzernen wie Verizon öffentlich aufzudecken. Die Bevölkerung musste erfahren, dass ihre vermeintlich anonymen Daten von den mächtigen Konzernen für kommerzielle Zwecke genutzt werden. Snowden wird nach den Ereignissen schnell zum Spion und Staatsfeind erklärt und von den US-Behörden angeklagt. Nach einer langwierigen Flucht fand er in Russland Asyl. Doch wie ist es zu diesen Ereignissen gekommen?


Willkommen bei den Hartmanns

Die Flüchtlingswelle hält Deutschland in Atem. Auch Familie Hartmann um Angelika (Senta Berger) und ihren Ehemann (Heiner Lauterbach) möchten in dieser Zeit etwas gutes tun. Angelika möchte den Flüchtling Diallo (Eric Kabongo) in ihrem Haus aufnehmen und ihm den Weg in seine neue Heimat erleichtern – eine Entscheidung, die ihr Mann mit Skepsis beäugt. Bei der Ankunft des neuen Gasts kommt es zu allerhand Missverständnissen, Turbulenzen, Problemen und Wirrungen, ganz so wie sich Angelikas Mann das bereits im Vorfeld gedacht hatte. Im ganzen Trubel muss die Familie nun darum kämpfen ihre eigene Stabilität und Zuversicht ab zu sichern sowie den Hausfrieden nicht schief hängen zu lassen. Eine Aufgabe, der auch ihr Umfeld und das ganze Land gegenüber steht.


Tschick

Maik (Tristan Göbel) ist 14 Jahre alt und lebt als Außenseiter seinen Alltag trist daher. Seine Mutter leidet an Alkoholsucht und auch sein Vater glänzt eher mit Abwesenheit, als sich dieser mit seiner jungen Assistentin in den Urlaub absetzt. Zu allem Überdruss wird er nicht zur Geburtstagsfeier der Klassenschönheit Tatjana eingeladen. Das Leben in der Plattenbausiedlung von Ost-Berlin könnte besser verlaufen. Als die Sommerferien bevorstehen, drohen sich diese als Fest der Einsamkeit zu entpuppen. Allerdings nimmt der neue Mitschüler Andrej Tschichatschow (Anand Batbileg), der kurzerhand von allen Tschick genannt wird, Maiks Schicksal in die Hand. Auch er wird als Außenseiter links liegen gelassen und hat in Maik seinen Kumpanen auserkoren. Tschick fährt mit einem gestohlenen Wagen der Marke Lada Niva vor und möchte mit Maik einen Roadtrip in die Walachei starten. Ziel der Reise: Der Großvater, der in den Tiefen der Provinz lebt. Auf ihrer Reise machen sie nicht nur skurrile Bekanntschaften mit Öko-Familien, sondern lernen auch, was es heißt erwachsen zu werden.

Nicht ohne uns!

Für ihren Dokumentarfilm hat die Filmemacherin Sigrid Klausmann, Ehefrau des Schauspielers Walter Sittler, Kinder auf ihrem abenteuerlichen Schulweg begleitet. Die Dokumentation beruht auf dem Kurzfilmprojekt “199 kleine Helden” und verfolgt den Schulweg von 16 Kindern aus insgesamt 15 Ländern auf fünf Kontinenten. Die Protagonisten sind zwischen acht und zwölf Jahren und geben uns in Gesprächen Einblick in ihre Träume, Hoffnungen und Ängste. Dabei spürt der Film der Frage nach, wie Kinder die Welt betrachten, wie sie die Zukunft sehen, das Weltgeschehen, welche Sorgen sie belasten. In Nepal, USA, Indien, Südafrika, Irak oder Jordanien, aber auch Deutschland, Österreich, der Schweiz und Finnland – in privilegierten Wohlstandsgesellschaften und den armen Regionen dieser Welt – die Sehnsüchte und Sorgen der Kinder sind sich erstaunlich ähnlich. Sicherheit, Frieden, Freundschaft, Liebe und der Wunsch nach der Abwesenheit von Gewalt und Krieg sind allen Kindern wichtig. Verbindend auch die Sorge um die Natur und die Zerstörung des Lebensraums von Mensch und Tier. Für den Film wurde ein Fragenkatalog entwickelt, den die Macher aber nicht schematisch abarbeiten, sondern individuell dem jeweiligen Kind und seinem Herkunftsland anpassen. Der Film zeigt uns hoffnungsvolle und bildungshungrige kleine Menschen, die einmal die Welt, in der wir leben, gestalten werden – es ist spannend ihren Gedanken und Lebenswirklichkeiten auf die Spur zu kommen.


https://www.kino.de/film/das-sams-der-film-2001/

https://www.kino.de/film/mein-leben-als-zucchini-2016/

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https://www.kino.de/film/nicht-ohne-uns-kleine-helden-auf-dem-weg-in-ihre-zukunft-2016/